Mittwoch, 13. April 2016

eine kuschelige Jerika - endlich ist mein letztes Ufo fertig

Letztes Jahr im November habe ich mir ein Überraschungspaket Jersey / Strickware bei Aktivstoffe gekauft.
Der Stoff, der mir als erstes zugerufen hatte: Vernäh mich vernäh mich war ein dicker Doublefacefleece; auf der einen Seite weicher glatter Fleece und auf der anderen kuscheliger Teddy. Und sehr dick.

Walk wird ja sehr oft mit offenen Nähten verarbeitet und das wollte ich wegen des Kontrasts hier auch tun. Ausserdem wollte ich innen keine dicken Nähte spüren.

Im Kopf hatte ich gleich die Jerika, diesmal in der kurzen Version, da es mehr eine Drinnen Jacke werden sollte.
Zugeschnitten war der Stoff auch sehr schnell; die ersten Nähte waren gleich genäht. Bis ich zur ersten Nahtkreuzung kam und der dicke Stoff meiner Nähmaschine gar nicht gepasst hat. Dann hatte ich erst mal keine Lust mehr.


Also lag und lag er - bis ich mich Anfang Februar mit einer Freundin zu einem Nähabend getroffen habe und ich mir für dort alle Ufos (u.a. lästige Hosenflickarbeiten) mitgeschleppt habe.
Ein Stück bin ich weitergekommen - bis ich den zweiten Ärmel eingenäht habe und dann voller Eifer auch gleich die Ärmel/Seitennaht geschlossen habe.
Und dann hab ich es hochgehoben und mich erst mal gewundert ..... was ich denn da für einen Schmarrn zusammengenäht habe.

Erkennt ihr es gleich ?  Ich hab erst mal überlegen müssen, was denn da nicht passt. War allerdings auch schon etwas später am Abend.



Der Halsausschnitt und der Ärmelausschnitt waren gleich lang - und ich doofe Nuss hatte es tatsächlich geschafft, den einen Ärmel in den Hals einzunähen und dann diesen zusammen mit der vorderen Verschlussnaht zu schliessen.
Das wars erst mal wieder, denn das Auftrennen in dem hochflorigen Material gestaltet sich sehr mühsam; der Faden versinkt so stark, dass man wirklich Mühe hat ihn zu erwischen.


Im März wurde die Lust auf neues langsam wieder grösser; ich hatte mir aber fest vorgenommen, erst wieder was neues zu nähen, wenn alle Ufos fertigwaren.
Anfang April war es endlich geschafft; die Jerika war fertig.




Eine kleine Änderung hab ich zu meiner ersten Jerika vorgenommen; den Armausschnitt um ca. 1 cm vergrössert. Das reicht mir aber noch nicht. Etwas dickeres ist nicht so toll zum drunterziehen, da ich recht kräftige Oberarme habe. Ich möchte mir noch eine aus Softshell nähen, der ist etwas dehnbarer als der Sympatex aber nicht so stark wie der Fleece. Da muss ich es dann noch etwas größer machen.
Man sieht, dass dieser nun locker sitzt wie die Sympatexjacke, die komplett undehnbar ist.


Die Doppelnaht im Kragen kam aus Stoffmangel zustande, ich hatte nur ca. 1,20 m und dieser hatte in der Mitte auch ein größeres Loch.



Den Reisverschluss hab ich auch einfach hinter den Stoffrand gelegt; die normale Verarbeitung hätte aufgrund der Dicke bei mir nicht richtig funktioniert.
Auf der Rückseite hab ich ihn wieder komplett mit Webband verblendet.
Da hab ich diesmal richtig viel geheftet. Erst den RV alleine, eingenäht und dann das Webband auch draufgeheftet.



Den Kragen hab ich auch komplett geheftet, (erst eine Seite, festnähen, dann andere) da ich ihn einfach "draufgesteckt" habe, damit ich nur drei und nicht fünf Lagen zum festnähen hatte. Mit den drei hatte die Maschine schon genug zu kämpfen.


Beim Armabschluss und am Saum habe ich den Stoff einfach nach aussen umgeschlagen um dort ebenfalls den schönen Kontrast zu haben.


Die Ärmel könnten etwas länger sein, aber es war einfach nicht mehr Stoff da. Nachdem sie eh mehr für drinnen vorgesehen ist, ist es nicht ganz so schlimm.

Ich habe nur einfach Saumtaschen gemacht, da ich mir mit den offenen Nähten nicht sicher war, wie ich einen RV reinbringen würde, dass es zum Rest passt. Ich hab extra einen dünnen Stoff verwendet. Farblich leider nicht so ganz passend, so dass man ihn manchmal recht gut hervorblitzen sieht.


Und meine Jerika darf nun beim AWS, RUMS und beim MMM vorbeischaun.





Kommentare:

  1. Dein Durchhaltevermögen hat sich auf jeden Fall gelohnt! Die Jacke ist toll geworden. Als ich den Schnitt gesehen habe, dachte ich auch gleich an eine Version aus Softshell.
    Herzlichst Ulla

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  2. Jetzt hätte ich gerne noch ein Tragebild von der Ärmelkapuzenvariante gesehen :D Wäre mir auch passiert :D Schön, dass du trotzdem durchgehalten und die Jacke beendet hast. Hat sich ja gelohnt, ich find sie ist echt schön geworden! Die Farben gefallen mir zusammen und die vielen kleinen Details machen richtig was her!
    Liebe Grüße
    Katharina

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  3. na, da hat sich das Durchhalten doch gelohnt. Kuschelig warm schaut's aus! Liebe Grüße Danie

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